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Auch Baustelle nicht gescheut Radwegverein ist auf ehemaliger Bahnstrecke im Wethautal unterwegs. Wo noch gebaut wird, war Cross-Fahren gefragt: Mitglieder des Fördervereins nehmen einen Abschnitt des Radweges unter die Pedalen. Seidewitz (30.07.2014). Kerstin Beckmann, die Bürgermeisterin der Verbandsgemeinde Wethautal, hatte in den Sattel gebeten. In den Radsattel. Aus gutem Grund, denn Beckmann ist auch die Vorsitzende des Radwegfördervereins, der den Ausbau der ehemaligen Bahnstrecke Zeitz-Camburg als Radwanderweg, ein länderübergreifendes Projekt, vorantreibt. Seit 2006 haben sich der Kreistag des Burgenlandkreises, die Verbandsgemeinde Wethautal sowie die Anliegerstädte und Gemeinden mit dem Thema beschäftigt. Nach einer Machbarkeitsstudie wurden Fördermittel beantragt und genehmigt und Eigenmittel bereitgestellt. 39,26 Kilometer lang ist die Strecke von Zeitz bis an die Saale bei Camburg. Landschaftlich reizvolle Landschaften durch Flusstäler, Wälder, über Viadukte und vorbei an kleinen Dörfern und Städten erwarten die Radtouristen. "Inzwischen", so Kerstin Beckmann, "sind von insgesamt sechs Abschnitten vier fertig". Diese nahmen nun die Mitglieder des Radwegfördervereins, darunter Vordenker Curt Becker, Schkölens Bürgermeister Matthias Darnstädt sowie Ralf Tauhardt und Torsten Weißelberg vom Planungsbüro ECW Weißenfels sowie Wirtschaftsamtsleiter Thomas Böhm, in Augenschein und traten kräftig in die Pedalen. In Weickelsdorf, dort, wo das ehemalige BHG-Gebäude zu einer Pension mit Radstation ausgebaut wird, begann die Radtour der 20 Frauen und Männer. Bis Utenbach ist der Radweg auf zwei Metern Breite ausgebaut und mit einer Asphaltdecke versehen. Weiter in Richtung Seidewitz wird noch gebaut. Doch da mussten die amtlichen Pedalritter auch durch. Nach den Regentagen galt es, etliche Unwegsamkeiten zu passieren, Crossfähigkeiten waren auf 500 Metern durchaus gefragt. Nun, den Radtouristen wird so etwas nicht zugemutet. "Bis Oktober soll auch auf diesem waldreichen Stück Landschaft gute Fahrt sein", sind sich die Fördervereinsmitglieder sicher. "Und noch in diesem Jahr wird es weitergehen", unterstreicht Bürgermeister Matthias Darnstädt, der den ausgebauten Radweg noch im Oktober in Schkölen erwartet. Dann weicht die Route allerdings von der Bahntrasse ab. Hinter Seidewitz wird der sogenannte Eselsweg nach Schkölen zur gleichzeitigen Nutzung für die Landwirtschaft ausgebaut. Im nächsten Jahr steht die Fortführung des Radweges nach Molau an. "Dafür wird zunächst die Kreisstraße nach Graitschen genutzt", so Darnstädt. "An der Querung der einstigen Bahnstrecke soll der Radweg wieder auf diese abbiegen. Dort geht es durch ein landschaftlich reizvolles Gebiet." Über Sieglitz führt der künftige Radweg dann hinunter ins Flusstal. In Camburg hat der dortige Bürgermeister Mittel beantragt, um 2015 eine Radfahrerbrücke über die Saale bauen zu können. Damit ist dann der Anschluss an den Saale- Radwanderweg vollzogen und die Verbindung zum Elsterradweg geschlossen. Im Dorfgemeinschaftshaus in Seidewitz berieten die Fördervereinsmitglieder über diese nächsten Schritte. Dazu gehören auch die kleinen, aber wichtigen Dinge: Hinweis- und Wegeschilder, die Einrichtung kleiner Haltepunkte. "Daran wird noch gearbeitet", sagt Kerstin Beckmann zur Komplettierung des Zwei-Länder-Projektes. Und wer weiß, vielleicht kann man dann auch da und dort unterwegs eine echte Thüringer Rostbratwurst genießen. So wie sie die amtlichen Radler am Ende ihrer Tour in Seidewitz gebraten bekamen. Quelle: Hans-Dieter Speck im Naumburger Tageblatt / Mitteldeutsche Zeitung vom 02.08.2014.
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