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Wurzelschutz nicht möglich Amt verzichtet auf Forderung nach durchgehendem Einbau auf dem Zuckerbahn-Radweg im Streckenabschnitt zwischen Molau und Sieglitz. Sieglitz/Mertendorf (12.04.2016). Außer Spesen nichts gewesen. Dieses Sprichwort trifft auf eine vom Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten (Alff) beim Radwegebau auf der früheren Bahnstrecke von Zeitz nach Camburg geforderte Maßnahme zu. Genauer gesagt, auf den Bau der Abschnitte 21 und 22 von Molau nach Sieglitz. „Auf diesem im Sommer 2015 in Angriff genommenen Trassenbereich zwischen dem Molauer Ortseingang und der Sieglitzer Festscheune verlangte das Alff erstmals den Einbau eines sogenannten Wurzelschutzes“, so Kerstin Beckmann, Bürgermeisterin der Verbandsgemeinde (VG) Wethautal und zugleich Vorsitzende des Radweg-Fördervereins. Der Hintergrund: Da in diesem Bereich der Bahnbetrieb schon in den 1960er Jahren eingestellt wurde, hat sich ein Baumbestand entwickelt. Damit die Wurzeln der Bäume nicht den Asphalt des Radweges beschädigen, sollten diese nachträglich mit Hilfe einer Spezialmaschine in dicke Folie gewickelt werden. Ohne diese zusätzlichen Arbeiten wären vom Alff keine Fördermittel aus dem Topf für ländlichen Wegebau geflossen. Diese Arbeiten sollten eigentlich schon Ende Oktober 2015 abgeschlossen sein. Aber was sich in der Theorie gut anhörte, erwies sich in der Praxis nicht durchführbar. Obwohl der Auftrag an eine Leipziger Spezialfirma ging, gelang es deren Experten nicht, auch in einer Verlängerung des Bewilligungszeitraums des Alff für die Förderung bis Ende Februar diese Aufgabe auf der ganzen Strecke zu bewältigen. Der Wurzelschutz war nämlich wegen der Bodenverhältnisse technisch nicht so zu bewerkstelligen wie geplant. Massives Packlager aus Hartsteinschotter bereitete unlösbare Probleme. Dort kamen die Fräsmaschinen nicht durch. Inzwischen, so Beckmann, hat auch das in Weißenfels angesiedelte sachsen-anhaltische Alff die Unmöglichkeit des Einbaus eines durchgehenden Wurzelschutzes erkannt und auf die noch ausstehenden Arbeiten verzichtet. Gearbeitet werden muss trotzdem am eigentlich schon Ende des vorigen Jahres von Meliorations-, Straßen- und Tiefbau Laucha fertiggestellten Radweg. Durch die gescheiterten Wurzelschutz-Einbauversuche wurden nämlich die Bankette auf einigen Abschnitten so in Mitleidenschaft gezogen, dass sie nun erneuert werden müssen. Ebenso hat sich an einigen Stellen der Asphalt abgesenkt, so dass ebenfalls noch Arbeiten an der Fahrbahndecke notwendig sind. Quelle: Mitteldeutsche Zeitung, Naumburger Tageblatt vom 12.04.2016; Autor: Roland Lüders.
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